Tulpen, Narzissen & Co ...

(20.04.2013) Nazissen, Blumenkohlpflanze und Hyazinthe
(20.04.2013) Nazissen, Blumenkohlpflanze und Hyazinthe

Im Herbst, wenn in den Blumenkästen nicht mehr viel gepflanzt ist, alles geerntet ist und vielleicht nur noch ein paar Pflanzen für den nächsten Sommer vorhanden sind, kann man sich mit Blumenzwiebeln das reinste Blütenmeer für den kommenden Frühling zaubern.

 

Wenn diese Frühjahrsbepflanzung dann im kommenden Frühling verblüht ist, ist es wieder an der Zeit, für den Sommer Salat, Tomaten oder Gemüse einzupflanzen. So lässt sich in diesen Kästen dann auch der Frühling bunt und schön mit Blumenzwiebeln gestalten und die Kästen sind nicht so kahl.

 

... hier ein paar Beispiele, wie ich es dieses Jahr (2013) mache:

(20.04.2013) ... zum Vergrößern, einfach auf die Abb. klicken
(20.04.2013) ... zum Vergrößern, einfach auf die Abb. klicken

In diesem Kasten sind nun ein paar Tulpen, 2 Hyazinthen und einige Muscari gepflanzt, vorne eine Erdbeere aus dem letzten Jahr und ein Hornveilchen, hinten links eine Bodendeckerrose "Fairy". Ebenso ist bereits im hinteren Bereich eine Blumenkohlpflanze zwischen den Muscari/Hyazinthen eingepflanzt.

 

Wenn die Blumenzwiebeln verblüht sind, kommen sie aus dem Kasten raus und neue Pflanzenerde hinein, so dass der Blumenkohl dann auch Platz zum Wachsen hat.

 

Vorne, wo die Tulpen und Hornveilchen stehen, kommt nach dem Verblühen dann eine kleine Balkon-Busch-Tomate "Fiachetto" rein, die dann neben der Erdbeere (rechts vorne im Bild) wachsen wird.

 

(20.04.2013) ... zum Vergrößern, einfach auf die Abb. klicken
(20.04.2013) ... zum Vergrößern, einfach auf die Abb. klicken

In diesem Balkonkasten sind nun Hyazinthen und Narzissen im hinteren Bereich gepflanzt (ich habe den Kasten zum Fotografieren umgedreht, damit man es besser erkennen kann), dazwischen wieder eine Blumenkohlpflanze, die nach dem Entfernen der Blumenzwiebeln und einer Gabe von neuer Pflanzenerde ausreichend Platz zum Wachsen hat.

 

Rechts und links in den Nachbarkästen wachsen jeweils die Bodendeckerröschen "Fairy", so dass der Blumenkohl dann später in der Mitte dieser beiden Röschen wächst.

(20.04.2013) ... zum Vergrößern, einfach auf die Abb. klicken
(20.04.2013) ... zum Vergrößern, einfach auf die Abb. klicken

 

Im vorderen Bereich dieses Balkonkastens sind 2 Erdbeerpflanzen, die noch vom letzten Jahr sind und ein Kopfsalat, an dessen Stelle nach dem Ernten dann wieder eine kleine Balkon-Busch-Tomate "Fiachetto" kommt.

 

Wichtig ist aber vor allen Dingen, dass die Kästen einen guten Wasserabzug haben und nicht ständigem Dauerregen ausgesetzt sind. Wer ein Dach über dem Balkon hat, ist gut beraten, die Kästen in der regenreichen Zeit unter das Dach zu stellen, so dass keine Übernässung stattfindet oder die Kästen so zu schützen, dass sie vor Dauerregen sicher sind.

Wichtig ist auch, ggf. in den Wintermonaten für eine entsprechende Belüftung zu sorgen, wenn es nicht friert, damit es nicht zu warm für die Zwiebeln in dem Gewächshaus wird.

 

 

Ich habe mir vor kurzem ein kleines Gewächshaus angeschafft, so dass ich im Frühjahr dort immer meine Tomaten-/Gurken- und eventuelle andere Pflanzen vorziehen kann und im Winter nutze ich es dann für meine Balkonkästen, wo ja jeweils im kommenden Herbst die Blumenzwiebeln wieder hineinkommen, damit sie ein wenig vor zu starkem Frost und Dauerregen geschützt sind.

 

Diese Lösung wäre auch ideal, wenn man kein Dach über seinem Balkon hat. Aber immer daran denken, dass man auch ggf. ein wenig gießen muss, wenn von außen kein Regen mehr an die Zwiebeln kommt.

 

 

 

 


Pflanzzeit:

 

Die Pflanzzeit für Blumenzwiebeln ist unterschiedlich. Einige kommen im Herbst in die Erde, andere widerum kann man gut noch im Frühjahr einpflanzen. Die Blumenzwiebeln sind auch immer zur jeweiligen Pflanzzeit im Handel erhältlich. 

 

Nachfolgend eine kleine Übersicht der gängisten Sorten, "wann" man "welche" Blumenzwiebeln einpflanzen sollte, damit der Frühling schön bunt wird ;-)

 

Herbstpflanzung:

 

In der Zeit von September bis November pflanzt man:


- Kaiserkronen = Pflanzung: Anf. Sep. - Ende Nov. = ca. 20 cm tief

- Hyazinthen = Pflanzung: Anf. Sep. - Ende Nov. = ca. 8 - 10 cm tief

- Narzissen = Pflanzung: Anf. Sep. - Ende Nov. = ca. 8 - 10 cm tief

- Tulpen = Pflanzung: Anf. Sep. - Ende Nov. = ca. 8 - 10 cm tief

- Krokusse = Pflanzung: Anf. Sep. - Ende Nov. = ca. 3 - 6 cm tief

- Schneeglöckchen = Pflanzung: Anf. Sep. - Ende Nov. = ca. 3 - 6 cm tief

- Eranthis = Pflanzung: Anf. Sep. - Ende Nov. = ca. 3 - 6 cm tief

- Muscari = Pflanzung: Anf. Sep. - Ende Nov. = ca. 3 - 6 cm tief

 

 

Frühjahrspflanzung:

 

Nachfolgende Sorten pflanzt man zwischen März und Mai:

 

- Iris = Pflanzung: März - Mai = ca. 3 - 5 cm tief

- Freesien  = Pflanzung: März - Mai = ca. 3 - 5 cm tief

- Anemonen  = Pflanzung: März - Mai = ca. 3 - 5 cm tief

- Ranunkeln  = Pflanzung: März - Mai = ca. 3 - 5 cm tief

 

Im Mai sollte man diese Zwiebeln pflanzen:


- Gladiolen  = Pflanzung: Anfang - Ende Mai = ca. 5 - 8 cm tief

- Lilien = Pflanzung: Anfang - Ende Mai = 12 cm tief

- Dahlien = Pflanzung: Anfang - Ende Mai = ca. 8 - 10 cm tief

 

... und hier noch einen Tipp:

Anemonen, Lilien und Ranunkeln wurzeln schneller, wenn man sie einen Tag vor der Pflanzung in lauwarmes Wasser legt.

 

Pflanztiefe:

 

Die Pflanztiefe der einzelnen Sorten ist unterschiedlich, (die gängigsten Sorten sind etwas weiter oben aufgeführt) das steht aber immer auf der Verpackung der jeweiligen Sorte. Als kleinen Anhaltspunkt kann man sich aber als Faustregel merken, doppelt bis dreimal so tief, wie die Zwiebel dick ist. Je tiefer man die Zwiebeln pflanzt, um so später blühen sie.

 

Die Ausnahme ist hier aber die Tulpe, diese pflanzt man mindestens 10 cm tief, unabhängig davon, wie dick die Zwiebel ist.

 

Die Abstände zwischen den Zwiebeln sollten bei großen Zwiebeln etwa 8 cm sein, bei kleinen Blumenzwiebeln etwa 2 - 5 cm betragen.

 

Da man im Blumenkasten ja keine Probleme mit Wühlmausen hat, kann man die Zwiebeln ohne speziellen Pflanzkorb (welcher bei einer Beeteinpflanzung ratsam ist) direkt in den Balkonkasten setzten.

 

Bodenvorbereitung:

 

Wichtig ist wirklich, dass keine Staunässe entstehen kann, es müssen also genügend Abzugslöcher in den Balkonkästen vorhanden sein. Als Erde eignet sich jede gute Pflanzenerde und als Düngung empfiehlt sich auf jeden Fall Kompost, ich selber benutze nur TerraVerm Wurmhumus, der ist genau wie für Gemüse und Obst, auch für die Blumenzwiebeln ideal. Hier ist aber noch zu beachten, je mehr es sich um neue, moderne Hochzuchten handelt, um so mehr Kompost ist erforderlich. 

 

Pflege:

 

Sobald im Frühjahr die Triebe erscheinen, sollte man sie mit organischem Dünger düngen. Während des Wachstums benötigen die meisten Zwiebeln und Knollen ausreichend Feuchtigkeit, was allerdings im Frühjahr ohnehin meistens gewährleistet ist, da es oftmals ja auch regnet.

 

Die Blätter sollten nach der Blüte vergilben können, denn so werden Nährstoffe für die Blüte im kommenden Jahr gebildet, welche für die Blüte im nächsten Jahr in der Zwiebel gespeichert werden.

 

Hier gibt es aber eine Ausnahme ...

 

Nicht ganz einfach ist es mit Tupen - hier ist es ratsam, diese Zwiebeln jedes Jahr neu zu kaufen, denn die Vermehrung ist nicht so einfach. Wer es dennoch versuchen möchte, sie zu überwintern, sollte sie nach dem Blühen und Vergilben der Blätter aus der Erde raus nehmen (spätestens im Herbst) reinigen, teilen und sie dann kühl und trocken in einem Keller/Abstellraum, etc. ... lagern (allerdings nicht bei Wildtulpen)

 

Im nachfolgenden Jahr sollten sie an einem anderen Standort gepflanzt werden, (dies erübrigt sich im Balkonkasten, da ja ohnehin neue Erde genommen wird) damit sich keine Krankheiten einschleichen.

 

Überwinterung:

 

Nicht winterharte Knollen und Zwiebeln sollten frostfrei überwintert werden. Das kann im Keller sein, einem Abstellraum, einer Garage oder auch im Treppenhaus bei ca. 10°C. Ideal wäre auch in feuchtem Sand, oder feuchter Blumenerde (aber nicht nass!!).

 

In dieser Zeit aber auf keinen Fall düngen und gießen, sie sollen nur nicht komplett austrocknen.

 

Winterharte Zwiebeln: Wenn die Zwiebeln im Herbst in den Balkonkasten kommen und über den Winter somit draußen sind, benötigen sie einen besonderen Schutz, damit sie nicht einfrieren, denn so ein Balkonkasten bietet halt nicht so viel Schutz als wenn die Zwiebeln in der Erde im Beet wären. Die Balkonkästen kann man dann gut an der Hauswand lagern, oder man packt sie mit Vlies ein. Etwas weiter oben habe ich ja schon erwähnt, dass ich sie im Winter in meinem kleinen Gewächshaus stellen werde, damit sie vor Frost geschützt sind.

 

In so einem Fall ist dann aber auf jeden Fall darauf zu achten, dass sie nicht zu warm stehen und somit auch ausreichend Belüftung haben, in dem man so ein Gewächshaus dann geöffnet lässt und es nur bei starkem Frost komplett verschließt.

Besonderen Winterschutz an ihrem Standort brauchen verschiedene Lilienarten, Kaphyazinthen, Kronenanemonen, Montbretien und Ranunkeln. Bei diesen Sorten empfiehlt es sich, zuerst eine Kompostschicht aufzubringen und darüber dann Fichtenreisig o.ä. zu legen. Sobald dann die ersten Blattspitzen durchkommen, wird der Reisig wieder entfernt. Oder aber, man nimmt im Herbst die Knollen heraus, trockent und lagert sie im Keller o.ä. und im kommenden Frühjahr pflanzt man sie wieder ein.

 

Auch nach der Blüte sollte auf jeden Fall gewässert werden, da die Zwiebeln bis zum Vergilben und Absterben der Blätter immer noch wachsen. In dieser Zeit wird die Blütenanlage für das kommende Jahr gebildet, die Pflanzen brauchen somit viele wichtige und gute Nährstoffe. Deshalb wird kurz vor der Blüte und - ganz wichtig - auch nach dem Abblühen, gedüngt.

 

 

Bakker bietet eine tolle Auswahl an Blumenzwiebeln 


Da man ja den Platz im Balkonkasten ab einer bestimmten Zeit wieder benötigt, kann man auch die Zwiebeln nach dem Blühen herausnehmen und in einem extra Kasten wieder einpflanzen, stellt sie an eine Stelle, wo man sie nicht sieht und lässt sie dort, bis das Laub vergilbt ist.

 

Zum späteren Zeitpunkt nimmt man sie dann heraus, säubert und teilt sie und bewahrt sie samt dem Laub trocken und kühl im Keller, Abstellraum, etc., auf, bis sie wieder eingepflanzt werden.

 

Ideal dafür sind z.B. auch diese Hängenetze (Bild links), welche man für die Aufbewahrung von Kinderspielzeug vielleicht schon kennt.

 

Hier hat man mehrere Fächer, wo man die einzelnen Zwiebeln direkt sortiert aufbewahren kann bis zur nächsten Einpflanzung. Diese Netze bekommt man z.B. für ein paar Euro bei Amazon.

 

12.02.2014

 

Meine Frühjahrsbepflanzung in diesem Jahr. (die leeren Töpfe sind nur Platzhalter für Primeln & Co., die ich demnächst noch kaufen und dazu pflanzen werde)

 

Alle Blumenzwiebeln wurden bereits im Herbst 2013 eingepflanzt, teilweise waren es noch Zwiebeln aus dem Frühjahr 2013 die ich im Keller gelagert hatte und ein paar ausgefallene Tulpen habe ich noch dazu gekauft.

 

 

... in meinem Tagebuch 2014 (März) gibt es noch eine hübsche Anregung für alle, die etwas Geschick haben und gerne auch mal etwas ausgefallenes selber machen möchten.

12.03.2014

 

... und nun, 4 Wochen später sieht es so auf meinem Balkon aus ;-)

 

Eine weitere Möglichkeit , um die Frühjahrskästen bis zur nächsten Saison aufzubewahren  ...

Wer meine Tagebücher verfolgt, weiß ja, dass meine ersten Frühjahrskästen inzwischen alle bei meinem Sohn auf dem Balkon stehen und ich für meinen Balkon neue Kästen bepflanzt habe. Allerdings kommen sie, wenn sie verblüht sind wieder zu mir, da ich die Lagerung bis zur jeweiligen nächsten Saison übernommen habe. ;-)

 

Inzwischen handhabe ich die Überbrückungszeit der Blumenzwiebeln nur noch so, dass ich sie komplett mit den Kästen in den Keller stelle. Bei dieser Methode brauchen die Kästen mit den Blumenzwiebeln nicht mehr ständig ein- und ausgepflanzt werden. 

Nachdem im Frühjahr alles verblüht ist, stellt man sie einfach in einen dunklen, kühlen, aber frostfreien Raum (am besten im Keller, falls vorhanden) und lässt sie einfach in Ruhe.

 

So, wie auf dem nachfolgenden Bild kommen die Kästen bei mir in den Keller. (Wenn ihr jetzt z.B. auch Primeln, Stiefmütterchen, Hornveilchen, etc., mit in den Kästen habt, entfernt ihr diese, bevor die Kästen in den Keller kommen und steckt an dieser Stelle einfach einen leeren Blumentopf rein, sodass dort dann im nächsten Frühjahr wieder neue, einjährige Frühjahrsblüher eingepflanzt werden können.) 

 

Die Kästen bleiben dann bis etwa Dez./Jan. im Keller, dann hole ich sie wieder hervor.

 

 

Zum einen ist diese Methode praktisch, weil man kaum Arbeit damit hat, aber die Pflanzen werden auch mit jedem Jahr mehr und prächtiger. Allerdings kann es auch mal passieren, dass sie ein Jahr kaum oder gar nicht blühen - auch das kann vorkommen. 

 

Wichtig ist aber: Die vertrockneten und vergilbten Blätter bleiben auf jeden Fall an den Pflanzen, diese benötigen die Zwiebeln um in der Zwischenzeit bis zum nächsten Frühjahr, neue Kraft zu bekommen.

 

In der Zeit der Ruhephase wird auch nicht gegossen. Diese Methode habe ich nun schon mehrfach bei den Kästen meines Sohnes, als auch bei meinen eigenen Frühjahrskästen, getestet und das klappt einfach wunderbar.

Im Dezember/Januar etwa - je nach Wetterverhältnisse - holt man sie wieder hervor, entfernt dann alle vertrockneten Blätter und schon sind die Frühjahrskästen wieder fertig zum aufstellen oder aufhängen.

 

Alle 2 -3 Jahre tausche ich die Erde komplett aus, ansonsten nur ein klein wenig düngen. 

 

Hier aber beachten: Die Zwiebeln langsam an die Außentemperaturen gewöhnen. Zunächst kommen sie erst ein paar Tage an einem hellen Standort in der Wohnung und wenn draußen die Temperaturen etwas angestiegen sind, kommen sie raus an die frische Luft. (... oder, wer hat, nutzt ein kleines Gewächshaus und stellt sie dort hinein, wie ich es oft mache)

Leider habe ich bisher keine Bilder davon gemacht - ab Herbst werde ich dann den Ablauf mit Fotos dokumentieren und hier noch einfügen, sodass man es auch bildlich sehen kann, wie der Ablauf ist. 

Im Tagebuch Februar 2015 sind auch noch ein paar Bilder von den Frühjahrskästen vorhanden, nachdem sie aus dem Keller hervorgeholt wurden. In dem Jahr hatten wir auch komplett die Erde erneuert, was ja alle 2 - 3 Jahre empfehlenswert ist. Ebenso weitere Abbildungen im Tagebuch Februar 2014

 

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Hier mein Erfahrungsbericht dazu.

 

In Jahr 2013 gab es auch Blumenkohl auf meinem Balkon ;-)

23.06.2013 - Blumenkohl im Balkonkasten
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Meine Tomaten (25.07.12)

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